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Pflegeeltern-Umfrage des Verein EfK

Daten, Fakten, Details



Der Verein "Eltern für Kinder Österreich" (www.efk.at) hat im Jahr 2006 unter den angestellten Wiener Pflegeeltern eine Umfrage gemacht.

Wir danken dem Verein "Eltern für Kinder Österreich", dass wir hier die Ergebnisse veröffentlichen dürfen und möchten gleichzeitig jedem, der in einer entscheidenden Funktion punkto Pflegekindern ist (SozialarbeiterInnen, RichterInnen, etc.), die Ergebnisse ans Herz legen:



PFLEGEELTERNBEFRAGUNG
OKTOBER BIS DEZEMBER 2006



Sonderteil der Befragung - ausschließlich Langzeitpflegeeltern mit
speziellen Fragen zum jeweiligen Pflegekind.

Die Gesamtzahl der Fragebögen betrug 149, wobei die ausgewertete Stichprobengröße bei den einzelnen Fragen zwischen 89 und 149 im Einzelnen variiert, da nicht alle Personen jede Frage beantworteten.


1. Fragen zur Übernahme des Pflegekindes

77,7% aller Pflegeeltern haben das Gefühl, dass ihre angegebenen Wünsche hinsichtlich des Pflegekindes bei der durch die Behörde vorgenommenen Zuteilung berücksichtigt worden sind. 15,1% haben das Gefühl, dass das ihnen zugewiesene Pflegekind nicht ganz nach den
von ihnen urspünglich angegebenen Kriterien vermittelt wurde und 7,2% sehen ihre Wünsche überhaupt nicht berücksichtigt.

Die Übernahme des Pflegekindes erfolgte zu 44,3% direkt aus einer Krisenpflegefamilie, zu 22,8% aus einem Spital, zu 11,4% direkt beim Referat für Pflege-und Adoptiveltern und 21,6% gaben verschiedene andere Institutionen oder Personen, wie Verwandte, Krisenzentrum etc. an.

Die Übernahme des Pflegekindes war in der Hälfte der Fälle durch eine Fachkraft
begleitet.

Interessant ist, dass von den begleiteteten Pflegeeltern nur 53,9 % diese Form der Unterstützung als hilfreich erlebt haben, 22,5% nur mittelmäßig und 23,6 % fanden diese Form der Begleitung überhaupt nicht hilfreich.

Dies zeigt uns, dass es in diesem Bereich auf jeden Fall noch Handlungsbedarf gibt. Es sollten die Pflegeeltern vor einer Übernahme eines neuen Kindes genauer befragt werden, wie sie sich eine Unterstützung vorstellen, damit in jedem Einzelfall auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen werden kann.

Die Phase der Anbahnung, das langsame Kennenlernen des Pflegekindes vor einer Übernahme, verlief für 67,4% der Pflegeeltern zufriedenstellend, für 11,6% nur mäßig zufriedenstellend und für 21% überhaupt nicht zufriedenstellend.

Nach den Wünschen, was sich Pflegeeltern als bessere Unterstützung in dieser Phase gewünscht hätten, befragt, gaben von 61 Pflegeeltern, die auf diese Frage näher eingegangen waren, 13 an, dass sie sich mehr Informationen und mehr Gespräche gewünscht hätten und 8 hätten sich mehr aktive Unterstützung durch die Sozialarbeiterinnen gewünscht.

Weiters gab es viele verschiedene Einzelnennungen, wie bspw. Ehrlichkeit und Offenheit, Abstimmung zwischen den einzelnen Institutionen etc.

Zur Begleitung nach der Übernahme eines Pflegekindes befragt, gaben 75% an, dass sie mit der Frequenz und der Form der Unterstützung durch die betreuende Sozialarbeiterin sehr zufrieden waren.



2. Fragen zu Informationen über das Pflegekind

Über den Grund der Herausnahme des Kindes aus seiner Herkunftsfamilie fühlen sich 75,5% der Pflegeeltern ausreichend informiert, 10,9% weniger und 13,6% zu wenig genau.

Informationen über die Vorgeschichte des Pflegekindes bekamen nur 63,6% der Pflegeeltern in ausreichendem Maße, 23,3% hätten gerne noch mehr Informationen gehabt und 12,8% der Pflegeeltern fühlen sich nicht ausreichend über die Vorgeschichte des ihnen anvertrauten Kindes informiert.

Danach befragt, ob sie bei Nachfrage ausreichende Informationen erhalten hätten, stimmten 48,9% zu, 23,2% hatten das Gefühl noch immer nicht befriedigend Auskunft erhalten zu haben und 27,9% bekamen nicht, die für sie relevanten Informationen.


Daran läßt sich erkennen, dass viele Pflegeeltern das Gefühl haben, dass ihnen wichtige Informationen über das Pflegekind vorenthalten würden.

Es stellt sich die Frage, inwieweit man nicht doch diesem Wunsch nach mehr Vorinformationen nachkommen sollte, zumal ja oft das Wissen um eine bestimmte Vorgeschichte sehr hilfreich für den alltäglichen, pädagogischen Umgang mit dem Kind sein kann
.



3. Fragen zu den Besuchskontakten

Bei 61,1% der Pflegeeltern gibt es regelmäßige Besuchskontakte zwischen dem Pflegekind und Mitgliedern der Herkunftsfamilie. 38,9% geben an, nur unregelmäßige Kontakte zu haben.

Von 137 Pflegefamilien haben 49 überhaupt keine Besuchskontakte, 48 haben einmal im Monat Besuchskontakt, 18 alle zwei Monate, 15 weniger als zwei Mal im Jahr, 15 alle zwei
Wochen und 2 öfter als alle 2 Wochen.

Von 94 befragten Pflegeeltern gaben 33 das Besuchscafe als den Ort der Kontakte an; bei 25 Pflegefamilien findet der Kontakt in der eigenen Wohnung statt und 46 nannten andere neutrale Orte, wie Spielplatz, Gasthaus, Kino, Schwimmbad, Zoo, etc.

Personen, mit denen es Besuchskontakte gibt sind zu gleichen Teilen der leibliche Vater, Geschwister und Großeltern. Mit den leiblichen Müttern gibt es zu einem gering erhöhten Anteil Kontakte. 12 von 94 Pflegefamilien nannten andere Personen, wie Tante, Onkel etc.


Von 94 Pflegefamilien, die in irgendeiner Form Besuchskontakte haben, nehmen genau die Hälfte eine Begleitung in Anspruch. Diese Begleitung der Kontakte erleben von den 47 Personen, 40 als hilfreich und 7 eher nicht als hilfreich.

Pflegeeltern wünschen sich von einer Begleitung der Besuchskontakte:

-Eine überparteiliche, kompetente, sensible Begleitperson, die auch eingreift,
wenn es nötig ist.

-Es sollte mehr auf die Wünsche der einzelnen Beteiligten eingegangen
werden.

-Die Begleitung sollte auch über einen längeren Zeitraum hinweg möglich
sein.

Dass das Pflegekind mit auffälligem Verhalten auf den Besuchskontakt stark reagiert, bestätigten 26 von insgesamt 96 Pflegeeltern, 31 stimmten nur teilweise zu und 39 meinten, dass ihre Kinder nicht mit Verhaltensauffälligkeiten reagieren.



4. Die Situation der leiblichen Eltern und Geschwister

Nach Meinung der Pflegeeltern stehen 46,8% der leiblichen Eltern der Unterbringung ihres Kindes in der Pflegefamilie positiv gegenüber, 26,1% stehen ihr mit gemischten Gefühlen gegenüber und 27,1% sind gegen die Fremdunterbringung.

Was die Einhaltung der vereinbarten Termine und die Pünktlichkeit bei diesen betrifft, so sind 60,9% der Eltern sehr verlässlich, 17,1% relativ verlässlich und 22% sind nicht zuverlässig.

Im Umgang mit ihrem Kind bei solchen Kontakten finden dann nach Beurteilung der Pflegeeltern, 25,6% einen altersadäquaten Kontakt, 28% nur einen durchschnittlich guten Umgang und 46,4% leider überhaupt keinen passenden Umgang.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass 37,9% den Besuchskontakt für die Entwicklung des Pflegekindes als hilfreich empfindet, 24,2% mäßig gut und 37,9% nicht wirklich hilfreich für das Kind.

Kontakte zu den Geschwistern gibt es geweils in 50% der Fälle, wobei diese entweder nur sehr sporadisch stattfinden, oder die Geschwister unter Umständen sogar in der selben Familie leben.

Dass die Besuchskontakte Auswirkungen auf die gesamte Pflegefamilie haben, bestätigen 37,6% der Pflegeeltern, 24% stimmen nur teilweise dieser Aussage zu und bei 38,4% der Pflegefamilien ist keine direkte Auswirkung der Besuchskontakte auf das Familienleben spürbar.

Nach weiteren Anregungen zum Thema „Besuchskontakte“ befragt, haben 53 Pflegeeltern ihre persönliche Meinung bei dieser Gelegenheit mitgeteilt. Unter anderem meinten 22 Personen, dass sie das Gefühl hätten, die Besuchskontakte würden nicht wirklich zum Wohle des Kindes, sondern anderen Personen zuliebe durchgeführt werden.

13 Personen bekräftigten die enorme Wichtigkeit der Besuchskontakte und 8 Personen betonten die Bedeutung einer guten und kontinuierlichen Begleitung sowie den Umstand, dass für die Pflegeeltern oft eine klare Perspektive wichtig sei.


Das Thema „Besuchskontakte“ ist sicher ein sehr umfangreiches und individuell zu lösendes. Wie die Ergebnisse der Befragung zeigen, scheint es auch noch einige verbesserungswürdige Punkte zu geben, damit Pflegefamilien das Gefühl haben, ausreichend unterstützt zu werden. Im Einzelfall ist sicherlich auch immer wieder neu abzuklären, ob Besuchskontakte wirklich für die Entwicklung des einzelnen Kindes förderlich sind, oder ob manchmal eine Unterbrechung eher dem Wohle des Kindes dienen würde.


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Allgemeiner Teil der Umfrage des EfK
Thema Anstellung und Fortbildung



Im Rahmen des Anstellungsmodells, das bis Ende des Jahres 2007 befristet ist, wurden Pflegeeltern nach ihrer Zufriedenheit mit den Anstellungsbedingungen und den Beratungsangeboten befragt.

Es wurde die Zufriedenheit mit den Dienstleistungen des Vereins „Eltern für Kinder Österreich”, den Beratungs- und Fortbildungsangeboten des Referates für Adoptiv- und Pflegekinder und der Supervision, die vom Institut für Erziehungshilfe durchgeführt wird, erhoben.

Gleichzeitig war es uns wichtig, die eventuell noch offenen Wünsche und Bedürfnisse der Pflegeeltern, zu erfahren, um unser Angebot der Nachfrage anpassen zu können.

Darüber hinaus kann diese Erhebung zu einer Verbesserung des Folgemodells einer Anstellung für Pflegeeltern herangezogen werden, da eine Neukonzeptionierung in der nächsten Zeit vorgenommen wird.

Gemeinsam mit einem Dozenten der Universität Wien und einer Gruppe von StudentInnen war zuvor ein standardisierter Fragebogen für unsere speziellen Fragestellungen entwickelt worden. Die statistische Auswertung der Fragebögen wurde von zwei Studentinnen der
Studienrichtung „Psychologie“ vorgenommen und ein umfangreicher Untersuchungsbericht angefertigt.


Im Herbst 2006 waren 124 Pflegepersonen angestellt. Diese wurden über das Ziel der Befragung, deren Inhalt und den Nutzen persönlich informiert und alle offenen Fragen vor Ort geklärt. Wir erhielten 123 Fragebögen (fast 100%) ausgefüllt zurück.

Von den 123 Pflegepersonen waren 98 Langzeitpflegeeltern, 20 Krisenpflegeeltern, sowie 5 Personen, die zu beiden Gruppen gehören.


1. Fragen zur Berufsentscheidung und Berufsfindung:

Von den 123 Pflegeeltern besuchten 106 den Vorbereitungskurs für Pflege- und Adoptiveltern, 17 nahmen nicht an diesem Kurs teil. Dieser Vorbereitungskurs wurde von 53% als sehr hilfreich für ihre spätere Tätigkeit als Pflegemutter/vater erlebt, 32% messen dem Kurs nur eine durchschnittliche Bedeutung bei und 15% erlebten den Kurs nicht wirklich
als Hilfe.

Interessant ist, dass sich Pflegepersonen bei ihrer Entscheidung zum Beruf Pflegemutter/vater in erster Linie durch ihre Familienangehörigen unterstützt gefühlt hatten und nicht so sehr durch Fachleute.


2. Identität innerhalb der Berufsgruppe/gesellschaftliche Anerkennung:

Das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Pflegeeltern wird von 60% als sehr gut, von 32% als mittelmäßig und von 8% als nicht wirklich gut empfunden. Dabei erfahren 77 % der Pflegeeltern im Kontakt mit anderen Pflegeeltern Anerkennung und Wertschätzung für ihre Tätigkeit, aber nur 52% haben das Gefühl, mit ihrem Beruf in der Gesellschaft anerkannt zu sein.

In diesem Fall gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen der Gruppe der Krisenpflegeeltern und der Langzeitpflegeeltern. Krisenpflegeeltern fühlen sich sowohl im Freundeskreis als auch in der Gesellschaft besser anerkannt.

Dieses Ergebnis macht deutlich, dass es noch einiges an Einsatz und Engagement bedarf, dem Beruf der Pflegemutter/des Pflegevaters zu der entsprechenden Wertschätzung in der Gesellschaft zu verhelfen.


3. Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen

Pflegeeltern sind in verschiedenen Bereichen, wie Erziehung eines traumatisierten Kindes, Konflikte mit leiblichen Eltern, Schwierigkeiten des Kindes in der Schule, mit Behörden etc. oder einfach durch diese Mehrfachbelastung, in einer Situation des persönlichen Ausgebranntseins immer wieder auf die Hilfe und Unterstützung von außen angewiesen.

Auf die Frage, von wem sich Pflegeeltern Unterstützung erwarten, gaben 71,7% den Lebenspartner an, 62,5 % die SozialarbeiterInnen der Regionalstellen, 56,7% Familienmitglieder, 47,5 % Freunde, 43,3 % den Verein „Eltern für Kinder Österreich“, 39,2 % eine Psychologin,35,4 % das Referat für Pflege- und Adoptiveltern, 34,2 % eine Therapeutin und 32,5 % andere Pflegeeltern. (Mehrfachnennungen waren möglich)

Tatsächlich erlebt haben Pflegeeltern Unterstützung in schwierigen Situationen
in folgender Reihung :

73,3% vom Lebenspartner, 66,7 % von anderen Familienangehörigen, 61,7 % von Freunden, 50,8 % von SozialarbeiterInnen der Regionalstellen, 43,3 % von anderen Pflegeeltern, 39,2 % vom Verein „Eltern für Kinder Österreich“, 35 % vom Referat für Pflege- und Adoptiveltern, 32,5 % von einer Psychologin und 25,8 % von einer Therapeutin. ( Mehrfachnennungen waren auch hier möglich)

Das zeigt, dass sich Pflegeeltern in Krisensituationen zuerst Unterstützung im familiären Kreis, bei Freunden und unter den Pflegeeltern suchen bzw. bekommen und erst in zweiter Linie Hilfe von professioneller Seite holen.

Weiters fiel auf, dass sich Krisenpflegeeltern an erster Stelle durch das Referat für Pflege- und Adoptiveltern unterstützt fühlen und im Vergleich zu Langzeitpflegeeltern öfter das Beratungsangebot des Vereins „Eltern für Kinder Österreich“ annehmen.

Insgesamt ist das subjektive Gefühl des Unterstütztwerdens bei Pflegeeltern in den ersten beiden Anstellungsjahren signifikant höher.


4. Informationen über den Anstellungsverein und seine Angebote

Von der Möglichkeit, sich bei unserem Verein anstellen zu lassen, erfuhren 43 % beim Vorbereitungskurs, 41 % beim Referat für Pflege- und Adoptivkinder, 27 % durch andere Pflegeeltern, 19 % durch die Regionalstellen der MA 11 und 9 % durch die Medien, wobei Mehrfachnennungen möglich waren.

Über die Serviceleistungen und Angebote des Vereins, wie bspw. die Interessensvertretung, Einzelberatungen, Pflegeelternrunden, Biografiearbeit, Rainbowsgruppen, Fachbibliothek etc. fühlen sich 80 % der Pflegeeltern sehr gut informiert, 17 % nur mittelmäßig und 3 % nicht ausreichend.


5. Zufriedenheit mit den Angeboten des Vereins

85% aller Befragten sind mit der derzeitigen Angebotspalette des Vereins zufrieden. Mit der Erreichbarkeit der Mitarbeiterinnen sind 92% zufrieden.

Die fachliche Betreuung durch die Beraterinnen des Vereins erlebten 85% als zufriedenstellend und die durchgeführten Beratungen waren für 74,5% der Pflegeeltern hilfreich. Auch mit den organisatorischen und administrativen Abläufen waren 71% zufrieden.

Die Themen der regelmäßig angebotenen Pflegeelterntreffen fanden 62% sehr interessant, 31% nur mittelmäßig und 7% gar nicht.

Im letzten Jahr wurden diese Treffen von 75,6% der Pflegeeltern 1-3 mal besucht, und von
6,5% mehr als 4 mal im Jahr. 17,9% nahmen an keinem Treffen teil.


Von den teilgenommenen Pflegeeltern wurden von 42,3% diese Treffen für ihre Tätigkeit als Pflegemutter/vater als sehr hilfreich erlebt; für 37,8% waren diese Treffen nur bedingt hilfreich und 19,8% glauben nicht, dass diese Treffen für sie in der Alltagsarbeit eine positive Unterstützung waren.

Der Austausch mit anderen Pflegeeltern ist für 79,4% sehr wichtig. 17,7% messen dem eher eine mittlere Bedeutung bei und 4,8% finden den Austausch mit anderen Pflegeeltern nicht so wichtig.

Es kristallisierten sich noch folgende Wünsche der Pflegeeltern heraus:

- auch Treffen am Abend für berufstätige Pflegepersonen
- Unterstützungsmöglichkeiten im familiären Alltag (Babysitter)
- gute juristische Informationen im Bedarfsfall
- das Thema „Drogen“ vom Säugling bis in die Pubertät als Fortbildung
- Gespräche über Probleme Pubertierender und junger Erwachsener
- Hilfestellung zum Thema Behinderung und Handicaps – Berufsmöglichkeiten
- Erste Hilfekurs mit dem Schwerpunkt Kinder
- Pflegekindergruppe
- Gruppe für Pflegemütter mit Kleinkindern am Vormittag
- Unterstützung bei Elternkontakten


6. Supervision

66,4% empfinden die Gruppensupervision als Unterstützung für ihre Arbeit als Pflegemutter/vater. 18,8% finden sie als mäßig hilfreich und für 14,8% stellt dieSupervision keine Unterstützung dar.

Obwohl 78,5% der Befragten an der Supervision in erster Linie den Austausch mit anderen Personen in ähnlichen Situationen und das daraus entstehende Gemeinschaftsgefühl schätzen, sie als Ort nützen, um Belastendes loszuwerden und nur 55,4% die fachlichen Inputs der Supervisoren schätzen, können sich nur 18,4% Pflegeeltern vorstellen, die gleichen Hilfestellungen auch in einer anderen Form der Austauschgruppe ohne fachliche Leitung zu bekommen.

Mit der Frequenz der Supervision von 2 mal pro Monat in den ersten beiden Anstellungsjahren und ab dem 3. Jahr nur mehr 1 mal im Monat sind 51% zufrieden, 31,4% würden sich eine flexible Regelung wünschen, das heisst je nach Bedarf nur im Anlassfall, dann aber prompt und unbürokratisch; 13,7% würden gerne auch nach dem 2. Anstellungsjahr 2 mal monatlich die Supervision besuchen, 2% brauchen Supervision gar nicht und 1,9% hätten gerne öfter als 2 mal monatlich Supervision.

7. Fortbildungen der MA 11

Die derzeit angebotenen Themen für Fortbildungen sind für 56,1% sehr interessant, für 32,7% nur mäßig und für 11,2% gar nicht. Dass Pflegeeltern den von ihnen gewünschten Fortbildungsplatz auch tatsächlich bekommen, können nur 47,8% bestätigen, 33,1% stimmen nur teilweise zu und 19,1% erhielten nicht die von ihnen gewählten Seminare.

Mit den Zeiten für Fortbildungen sind 52,2% sehr zufrieden, 34,6% nur teilweise und 13,2% finden die derzeitigen Angebote nicht zufriedenstellend. Als Wunschzeiten für Weiterbildungsveranstaltungen nennen 63,6% den Vormittag, 5,1% den Nachmittag und 31,3% den Abend.

Dies lässt den Schluss zu, dass eine größere Anzahl von Pflegemüttern bzw. -vätern berufstätig ist und die Vormittagsangebote von ihnen nicht entsprechend genützt werden können.



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