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Daten, Fakten, Details
BERICHT 2008
Unterbringung von Kindern und Säuglingen in Pflegefamilien
(Auszüge aus dem Arbeitsbericht des Referat für Adoptiv und Pflegekinder 2008 in Wien)
Den ganzen Bericht können Sie hier Downloaden.
Herzlichen Dank an das RAP für die Zurverfügungstellung der Unterlagen!
Unterbringung von Kinder und Säuglingen in Pflegefamilien
Mit 31.12.2007 befanden sich 1242 Säuglinge, Kinder und Jugendlichen sowohl in Wiener Pflegefamilien als auch in Pflegefamilien im Bundesland. Davon leben 496 Kinder und Jugendliche in Wien und 746 Kinder und Jugendliche bei Pflegeeltern im Bundesland.
208 Kinder und Jugendliche leben bei ihren Verwandten.
Insgesamt sind 2767 Kinder und Jugendliche 2008 in Voller Erziehung untergebracht. 2008 konnten um 133 Kinder und Jugendliche mehr in Pflegefamilien und bei Verwandten als in Wohngemeinschaften untergebracht werden.
Wie aus folgender Abbildung (im Bericht zu finden) zu sehen ist, ist die Gesamtzahl der untergebrachten Kinder und Jugendlichen 2007 angestiegen.
2008 konnten 109 Kinder in Pflegefamilien untergebracht werden. Das sind um 22 Kinder mehr als im Vorjahr. Nach wie vor zeichnet es sich ab, dass die begonnenen Ziele in der Arbeit mit den Pflegeeltern und Pflegekindern in Wien höchst erfolgreich umgesetzt worden sind. Auch 2008 ist es gelungen wesentlich mehr Pflegekinder in Wien als in den Bundesländern unterzubringen.
Von den 109 Säuglingen, Kindern und Jugendlichen wurden 62 in Wien und 47 in den Bundesländern, allen voran Niederösterreich mit 34 Kindern untergebracht. Das ist eine enorme Steigerung, zumal sich eine Vermittlung eines Kindes in eine Pflegefamilie im Bundesland zunehmend schwieriger gestaltet.
Von den 109 untergebrachten Kindern kamen 79 aus der Krisenpflege und 30 Kinder aus Einrichtungen wie Spital (15), Krisenzentren (7), Herkunftsfamilie (6) und Wohngemeinschaften (2). Auch 2008 kam kein Kind aus dem Mutter-Kind-Bereich direkt in eine Pflegefamilie.
Altersverteilung bei der Unterbringung von Kindern und Säuglingen
2008 ist es wieder gelungen Kinder, die älter als 36 Monate sind in Pflegefamilien unterzubringen.
Die Größte Gruppe der Kinder, die in Pflegefamilien mit Langzeitprognose untergebracht wurden, bildet nach wie vor die Altersgruppe von 0 - 6 Monate (= 36 Kinder), gefolgt von der zweitgrößten Gruppe von Kindern, die 36 Monate und älter sind (=34 Kinder). Die drittgrößte Gruppe ist die Altersgruppe von 6-12 Monate (= 15 Kinder), gefolgt von der Altergruppe von 18-14 Monate (= 13 Kinder). Den Abschluss bildet die Altersgruppe der Kinder von 12-18 Monate (=11 Kinder).
2008 gelang es viele in ihrer Entwicklung beeinträchtigten Kinder in Pflegefamilien unterzubringen. Doch um diese Familien zu unterstützen bedarf es nicht nur massiver sozialarbeiterischer Betreuung (gute Begleitung der Besuchskontakte, hohes fachliches sozialarbeiterisches Wissen über Auswirkung von Deprivation bei Kindern, etc.) sondern auch wiederkehrender Gespräche mit den Pflegeeltern im Rahmen der Eingewöhnungsphasen, das zur Zeit nur sehr eingeschränkt von den PsychologInnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder in Form eines Elterncoachings angeboten wird.
Die Erfahrungen seit 2002 zeigen, dass Pflegeeltern, die sich gut begleitet und betreut fühlen, denen ausreichende fachliche Ressourcen zur Seite gestellte werden, sich mehr an Belastungen zu trauen und diese auch bewältigen können. Bei positiver Erfahrung sind diese Pflegeeltern ganz wichtige und nicht zu unterschätzende Werbeträger für die Gewinnung neuer Pflegeeltern. Diese indirekte Steuerun darf nicht unterschätzt und außer Acht gelassen werden.
Für die Soziale Arbeit heißt dasm dass eine gute und fundierte Betreuungsarbeit der Pflegeeltern durch die SozialarbeiterInnen der Regionalstellen "Soziale Arbeit mit Familien", Kindern mit schwierigem Hintergrund, traumatischen Erleben, konfliktreichen Elternkontakten, die Chance in einer Pflegefamilie aufzuwachsen, erhöhen.
Gleichzeitig bietet auch das familiäre Umfeld einer Pflegefamilie den Kindern die Möglichkeit, neue Bindungen einzugehen, ihr Potenzial zu erkennen und auszuschöpfen und eine Berufsausbildung zu erlangen bzw. verselbständigt zu werden.
Wiener Pflegekinder im Bundesland
Mit 31.12.2007 lebten 746 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien in den Bundesländern.
Im Jahre 2008 konnten 47 Säuglinge und Kleinkinder bei Pflegefamilien in den Bundesländern untergebracht werden, wobei die Gruppe der Pflegeeltern, die sich die Aufnahme eines Kindesgarten- und/oder Vorschulkindes vorstellen kann, ebenso in den Bundesländern zu finden ist.
Auch hier zeigt sich, dass die Werbekampagne über die Grenzen Wiens hinausgeht und den WerberInnen bundesweit bekannt ist.
Obwohl die Sozialarbeiterinnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder den Sozialarbeiterinnen der Bezirkshauptmannschaften/Abteilung Jugendwohlfahrt gute und tragfähige Angebote setzen und auch vereinbarten Regeln einhalten, sind die Vermittlungen zurück gegangen und gestalten sich zunehmend mühsamer.
Auch in den Bundesländern sind Pflegeeltern zunehmend eine wichtige Ressource bei der Unterbringung von Kindern im Rahmen der Vollen Erziehung. Viele Bundesländer haben eine verpflichtende Ausbildung und Vorbereitung für die Pflegeeltern. Es kann zumeist mit den zuständigen Landesregierungen/Jugendabteilungen vereinbart werden, dass WerberInnen für Wiener Pflegekinder nur unter der Voraussetzung offen sind, wenn sie im eigenen Bereich nicht innerhalb eines halben Jahres besetzt werden konnten.
Die Sozialarbeiterinnen der Bezirkshauptmannschaften/Abteilung Jugendwohlfahrt werden bei der Vermittlung eines Pflegekindes intensiv miteinbezogen. Die Sozialarbeiterinnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder übernehmen die erste Besuch/Kontaktvereinbarung und unterstützen bei Krisen, schwierigen familiären Situationen, etc die Sozialarbeiterinnen vor Ort.
Gerade die serviceorientierten Angebote, die qualifizierte Abklärung des Wiener Jugendamtes bei der Entscheidung zur Unterbringung von Kindern, die langjährige, gewachsene und gute Kooperation zwischen den Sozialarbeiterinnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder mit den Sozialarbeiterinnen der Jugendabteilungen sind die Basis, um überhaupt Pflegefamilien kenne lernen und Wiener Kinder in Pflegefamilien in den Bundesländern unterbringen zu können.
Beendigung von Pflegeverhältnissen
2008 wurden 35 Pflegeverhältnisse beendet. Dies erfolgt durch Gründung eines eignene Haushaltes/Verselbständigung, durch Rückkehr des Pflegekindes zu seinen Eltern/Verwandten, durch Adoption, durch eine Unterbringung in einer WG/Heim/Krize/Krisenpflege oder auch durch Wechsel in eine andere Pflegefamilie und durch Übersiedlung in eine Einrichtung um eine Ausbildung zu tätigen.
Die Gründung eines Haushaltes/Verselbständigung ist nach wie vor die höchste Zahl bei den Beendigungen, wobei die meisten jungen Erwachsenen weiterhin bei den Pflegeeltern wohnen.
Bei 4 jungen Erwachsenen wurde das Pflegeelterngeld eingestellt, das sie weder eine Lehr- noch Schulausbildung absolvierten.
Die Zahl der Kinder, die nach einer kurzen Zeit in der Pflegefamilie wieder in ihre Familie zurückkehren ist nach wie vor gering und betrifft sowohl die Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien im Bundesland als auch in Wien. (laut Grafik RAP Arbeitsbericht waren das im Jahr 2008 nur zwei Kinder)
2008 wurde 1 Kind von seiner Pflegefamilie im Bundesland adoptiert. Bei einem Wiener Pflegekind wurde der Pflegefamilie die Obsorge gerichtlich übertragen. Die zweitgrößte Gruppe bilden die Unterbringung der Pflegekinder in einer WG/Heim oder auch vorübergehend in einem Krisenzentrum/Krisenpflegefamilie.
Gerade in der Pubertät ist manchmal die Trennung zwischen Pflegeeltern und Pflegekindern unumgänglich. Hier versuchen die SozialarbeiterInnen mit den SozialpädagogInnen die Kontakte zur Pflegefamilie möglichst aufrechtzuerhalten, um so eine Entspannung in dieser oftmals schwierigen Lebensphase zu erreichen.
Aufgrund schwerer frühkindlicher Deprivationen sind auch immer wieder jüngere Kinder von einem neuerlichen Abbruch des Pflegeverhältnisses betroffen.
Die meisten Verselbständigungen gab es im Bundesland. Hier liegt das Alter bei 19 Jahren. Nach wie vor kommt es im Bundesland immer wieder zu Unterbringung in einer Einrichtung aufgrund von Ausbildungszwecken.
Anstellung für Wiener Pflegefamilien
Mit 31.12.2008 waren 165 Pflegepersonen angestellt. Das sind um 17 Angestellte mehr als 2007.
Von diesen165 Pflegepersonen sind 158 Frauen und 7 Männer. Die Anstellung wird besonders gerne von dem neubesetzten Pflegeeltern angenommen und ist steigend.
Die Supervisionen werden vom Institut für Erziehungshilfe (child guidance clinic) angeboten und auch abgedeckt. Ein hoher Prozentsatz der angestellten Pflegeeltern nimmt dieses Angebot sehr gerne in Anspruch und fühlt sich äußerst professionell betreut.
Da die Supervisionsgruppen sehr ausgelastet sind, werden 2 Supervisionsgruppen vom Referat für Adoptiv- und Pflegeeltern angeboten.
Die Organisation des Fortbildungsbereiches, der sowohl den angestellten als auch den nicht-angestellten Pflegeeltern zur Verfügung steht, wird zur Gänze über das Referat für Adoptiv- und Pflegekinder abgewickelt.
So wie im Vorjahr hat sich die Prozentzahl der Pflegeeltern, die eine Fortbildung besuchen zu den nicht-angestellten Pflegeeltern verschoben. Das bedeutet, dass für viele Pflegeeltern nicht nur die Inhalte des Fortbildungsprogramms interessant sind, sondern sich auch der differenzierte Zugang als ein wichtiges Kriterium darstellt.
2008 wurden von den Pflegeeltern vor allem Fortbildungen, die die Pflegeeltern unterstützen sollten (FB zu Empowerment, Entspannung, etc.), in Anspruch genommen (39%). Den zweit wichtigsten Themenbereich bildeten psychologische Themen (29%).
2008 wurden 68 angeboten. 7 davon mussten wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden. Dafür wurden einige Themenschwerpunkte wegen ihrer großen Nachfrage zusätzlich eingeschoben.
Die Sozialarbeiterin des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder versucht das Programm möglichst vielfältig zu gestalten und auch die Möglichkeit zusätzlicher Themenbereiche während des Fortbildungsjahres einzuschieben, aufrecht zu erhalten. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Pflegeeltern aus einem interessanten, abwechslungsreichen und professionellen Angebot wählen können.
Bewährt haben sich nach wie vor die verpflichtenden Fortbildungsangebote für Krisenpflegeeltern. So werden alle Krisenpflegeeltern in den Bereichen Entwicklungspsychologie von 0-3 Jahren oder zum Datenschutz laufend geschult.
Das Interesse an Fortbildungen sowohl bei den Pflegeeltern als auch bei den ReferentInnen ist weiterhin sehr hoch. Die Pflegeeltern werden als eine sehr engagierte und an Fortbildungen interessierte Gruppe erlebt und bringen sich auch selbst als Vortragende immer wieder ein.
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SITUATION 2007
Unterbringung von Kindern und Säuglingen in Pflegefamilien
(aus dem Arbeitsbericht des Referat für Adoptiv und Pflegekinder 2007 in Wien)
Es gibt familiäre Situationen, in denen Eltern ihre Kinder nicht mehr im ausreichenden Maße versorgen können, sodass sie außerhalb ihrer Familie – entweder bei Verwandten oder in einer geeigneten Pflegefamilie untergebracht werden müssen (§ 27 Abs. 6 WrJWG und § 34 Abs. 2 WrJWG).
Mit 31.12.2007 befanden sich 1166 Säuglinge, Kinder und Jugendliche in 894 Pflegefamilien. Davon leben 462 Kinder und Jugendliche in 355 Wiener Pflegefamilien und 704 Kinder und Jugendliche in 539 Pflegefamilien im Bundesland. 210 Kinder und Jugendliche leben bei ihren Verwandten.
Wie aus folgender Abbildung zu sehen ist, ist die Gesamtzahl der untergebrachten Kinder und Jugendlichen 2007 angestiegen. 2007 konnten 87 Kinder in Pflegefamilien untergebracht werden. Dies sind um 19 Kinder weniger als im Vorjahr. Allerdings sank auch die Zahl der Unterbringungen von Kindern in der Krisenpflegefamilie. Auch hier waren um 19 Kinder weniger untergebracht als 2006.
Nach wie vor zeigt es sich, dass die begonnenen Ziele in der Arbeit mit den Pflegeeltern und Pflegekindern in Wien erfolgreich umgesetzt werden, da es 2007 wieder zu mehr Unterbringungen von Pflegekindern in Wien als in den Bundesländern kam.
Von den 87 untergebrachten Säuglingen, Kindern und Jugendlichen wurden 44 in Wien und 42 in den Bundesländern untergebracht, allen voran Niederösterreich mit 30 Kindern. Ein Kind wurde zu einer bereits bekannten Pflegefamilie nach Deutschland vermittelt.
Von den 87 untergebrachten Säuglingen, Kindern und Jugendlichen kamen 63 aus der Krisenpflege und 24 aus Einrichtungen wie Spital (10 Kinder), Wohngemeinschaften (5 Kinder), Krisenzentrum (5 Kinder) und der Herkunftsfamilie (4 Kinder). 2007 kam kein Kind aus dem Mutter-Kind-Bereich direkt in eine Pflegefamilie.
Neben einer guten Vorbereitung der Pflegeeltern auf ihre künftige Tätigkeit, tragen die folgenden angeführten Punkte zu einer qualitativen, fundierten Vermittlung bei:
Auch 2007 ist es gelungen, so genannte „ältere“ Kinder unterzubringen. Die Altersverteilung bei der Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien zeigt heuer ein verändertes Bild. So bildete die größte Gruppe der Kinder, die in einer Langzeitpflegefamilie untergebracht werden mussten, die Altersgruppe von 0-6 Monate (= 34 Kinder). Gefolgt von der zweitgrößten Gruppe von Kindern in der Altersgruppe von 19 Monaten und älter (= 24 Kinder). Die drittgrößte Gruppe bildet die Altersgruppe von 7-12 Monate (= 17 Kinder) und die letzte Altersgruppe bilden die Kinder von 13-18 Monaten (= 12 Kinder).
Nach wie vor gelang es auch im Jahr 2007 für „ältere“ Kinder und auch „bedürftige“ Kinder Pflegefamilien zu finden. Ein Kind mit Down-Syndrom konnte neuerlich bei einer bekannten deutschen Pflegefamilie untergebracht werden.
Es ist in der Arbeit des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder zu bemerken, dass die Werbung um Pflegeeltern sich wirklich gesetzt hat und selbstverständlicher Pflegeeltern für größere Kinder zu gewinnen sind.
„Ohne Betreuungsarbeit keine Weiterentwicklung im Pflegefamilienbereich“
Nach wie vor ist eine gute und umfassende Betreuung der Pflegefamilien ein wichtiger Grundstein in diesem Bereich. Pflegeeltern, die sich gut begleitet fühlen, trauen sich mehr an „Schwierigkeiten“, mit den Eltern ihres Pflegekindes oder auch mit dem Kind selbst zu. Bei positiver Erfahrung sind diese Pflegeeltern wichtige und nicht zu unterschätzende Werbeträger um wieder neue Pflegeeltern zu gewinnen. Dieses „indirekte Steuerungsinstrumentarium“ darf in seiner Bedeutung nicht außer Acht gelassen werden.
Für die Sozialarbeit heißt das, dass eine gute und fundierte Betreuungsarbeit der Pflegeeltern durch die SozialarbeiterInnen der Regionalstellen „Soziale Arbeit mit Familien“, Kindern mit schwierigem Hintergrund, traumatischem Erleben, konfliktreichen Elternkontakten, die Chance in einer Pflegefamilie aufzuwachsen, erhöhen. Gleichzeitig bietet auch das familiäre Umfeld einer Pflegefamilie den Kindern die Möglichkeit, neue Bindungen einzugehen, ihr Potenzial auszuschöpfen und letztendlich auch die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu erlangen.
Wiener Pflegekinder in den Bundesland
Mit 31.12.2007 lebten 704 Kinder und Jugendliche in 539 Pflegefamilien in den Bundesländern.
2007 konnten 42 Säuglinge und Kleinkinder in den Bundesländern untergebracht werden, wobei die Gruppe der Pflegeeltern, die sich die Aufnahme eines Kindergarten- und Vorschulkindes vorstellen kann, ebenso in den Bundesländern zu finden ist.
Auch hier zeigt sich, dass die Werbekampagne über die Grenze Wiens hinausgeht und den WerberInnen bundesweit bekannt ist. So wie auch im Wiener Bereich werden die SozialarbeiterInnen der Bezirkshauptmannschaften/ Abteilung Jugendwohlfahrt bei der Vermittlung eines Pflegekindes intensiv miteinbezogen. Nur mit deren Zustimmung kann ein Wiener Pflegekind ins Bundesland vermittelt werden.
Das Jahr 2007 war besonders im Bundesland trotz der guten Angebote, die die Wiener SozialarbeiterInnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder setzen, geprägt von äußerst mühsamen Vermittlungsversuchen. Auch in den Bundesländern gewinnt die Pflegefamilie zunehmend an Bedeutung als Ressource für die Jugendwohlfahrt. Viele Bundesländer haben eine verpflichtende Ausbildung und Vorbereitung für die Pflegeeltern. Aus Kostengründen werden dann häufig die wartenden Pflegefamilien für die „Wiener Kinder“ zumindest eine gewisse Zeit „gesperrt“ (meist ein halbes Jahr).
Oftmals zeigt sich aber, dass die von Wien aus unterzubringenden Kinder, den Vorstellungen und Belastungen der Pflegeeltern in den Bundesländern eher entsprechen, als die Kinder, die aus den eigenen Bereichen kommen.
Die SozialarbeiterInnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder übernehmen die erste Besuchs-/Kontaktvereinbarung und unterstützen bei Krisen, schwierigen familiären Situationen, etc. die SozialarbeiterInnen vor Ort.
Gerade die Unterstützungsangebote, die qualifizierte Abklärung der Wiener Jugendwohlfahrt bei der Entscheidung zu Unterbringung von Kindern, die langjährige, gewachsene und gute Zusammenarbeit zwischen den SozialarbeiterInnen des Referats für Adoptiv- und Pflegekinder mit den SozialarbeiterInnen der einzelnen Jugendabteilungen bilden das Fundament um überhaupt Pflegefamilien kennen lernen und Wiener Kinder in Pflegefamilien in den Bundesländern unterbringen zu können.