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Krisenunterbringung: Abklärung der Rückführungs-Option

Hintergrund & Kommentare



Die Zeit in der Krisenunterbringung
und die Abklärung der Rückführungs-Option

Wenn Kinder, die meist unter (oder manchmal auch über) drei Jahre alt sind - aus verschiedenen Gründen - nicht bei ihren leiblichen Eltern verbleiben und aufwachsen können, versucht das Jugendamt, die Kinder in Pflegefamilien zu vermitteln. Um sicherzustellen, dass diese Entscheidung und die Herausnahme eines Kindes aus einer leiblichen Familie das "gelindeste Mittel" darstellt, ist es unbedingt notwendig, umfassend abzuklären, wie es mit der Option einer Rückkehr zu den leiblichen Eltern aussieht.

Dies geschieht üblicherweise bei jüngeren Kindern bis zum Alter von ca. 3 Jahren in der Zeit der Krisenunterbringung, die nur für einige Wochen angesetzt sein sollte. Kriseneltern wissen, dass der Aufenthalt des Kindes nicht dauerhaft sein wird und nehmen ein Kind auf mit dem Gedanken, es bald wieder loslassen zu müssen.

Auch wenn die Realität manchmal zeigt, dass Krisenkinder länger als ein paar Wochen in der Krisenunterbringung belassen werden, so sollte der Zeitraum doch möglichst kurz gehalten werden, damit die Bindung zur Krisenmutter/-vater nicht zu intensiv ist - der Abschied ist für beide - Kriseneltern wie Pflegekind - nach langer Zeit schwer.

In diesem Zusammenhang sei diesen Menschen der größte Respekt versichert - es zeigt menschliche Größe, ein Kind in Liebe aufzunehmen, zu versorgen und dann wieder gehen zu lassen. Die meisten Kriseneltern tragen diese Last des permanenten Abschieds dennoch, weil sie zuversichtlich sind, dem Kind geholfen zu haben in einer schwierigen Phase ihres Lebens.

In der Zeit der Krisenpflege sollten umfassende Recherchen durch das Jugendamt durchgeführt werden, die zur Klärung der leiblichen Familiensituation führen. Inwiefern und wodurch ist ein Kind gefährdet, wenn es zur leiblichen Familie zurückgeht, mit welchen Hilfestellungen kann die leibliche Familie die Erziehungsarbeit vielleicht doch bewältigen, gibt es noch andere Familienmitglieder, die das Kind aufnehmen können?

Die Beantwortung all dieser Fragen führt die zuständigen Sozialarbeiter zu einer Entscheidungsfindung: Dauerhafte Fremdunterbringung bei einer Pflegefamilie - ja oder nein?

Aktuelle Details zur Krisenunterbringung in Wien siehe "Aktuelle Situation der Krisenpflegeeltern in Wien".



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